Leserunde Büchereulen



Wer mich ein wenig kennt weiß, dass das Forum der Büchereulen mein Leib- und Magenforum ist. Am 28.10. gab es in Berlin ein famoses Treffen im Charlottchen, das auch literarisch anspruchsvoll ausgefallen ist. Tom Liehr, Inge Lütt, Jane Sunshine, Marlowe und ich lasen neue und fast neue Texte. Etwas Besonderes war dabei das Debüt von Jane Sunshine, die sich zwischen den schon leseerfahrenen anderen Autoren behauptete und mit Apfelschorle und Tuckenwasser belohnt wurde. Nachdem die Nachwirkungen des Abends über mehrere Tage langsam abklangen, begann auch schon die Leserunde bei den Büchereulen zu „Mein Leben mit Mitsu“ und der inoffiziellen Fortsetzung „Sommer mit Schafen“.

Wie läuft so eine Leserunde ab? Einige Teilnehmer beschließen, ein Buch gleichzeitig zu lesen und zu kommentieren. Bei Beteiligung mit Autor werden diesem im besten Fall Löcher in den Bauch gefragt. Obwohl ich bei den Eulen schon etwas länger mitmische und Mitsu bereits einige gute Kritiken bekommen hatte war ich nicht nur leicht aufgeregt, sondern ein nervliches Wrack, das sich am liebsten in einer Hütte auf Tuvalu versteckt hätte. Was dann geschah übertraf meine schlimmsten Befürchtungen. Ich gehöre zu den Menschen, die mit Kritik ganz gut, aber mit Lob so gut wie gar nicht umgehen können. Natürlich weiß ich, dass nicht ich, sondern Mitsu gemeint ist, aber ein großer Teil von mir steckt in dem Büchlein, ob es nun autobiografisch ist oder nicht (ja, es war die erste Frage).

Den Rest gaben mir dann Doc und Tom mit einer wunderbaren, brillant geschriebenen Leseerfahrung ...

Manchmal werden die Worte, die man hat, ganz klein und unzureichend. Ich sitze hier mit pochendem Herzen, aufgeregt wie ein Teenager, und kann gar nicht viel sagen außer: Danke! Danke ihr Eulen – die Welt hat sich ein Stückchen nach links verschoben ...
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