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Beat the Clock: Was hinter dem Apple/Beats-Deal steht [Update]

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Konzept „iWatch“ von Tomas Moyano


Kein Aprilscherz: Apple erwirbt nach diversen Medienberichten Beats Audio. Der Kaufpreis soll satte 3,2 Milliarden US-Dollar betragen, die Beatsniks Dr. Dre und Jimmy Iovine sogar in die Führungsetage von Apple gehievt werden. Seitdem hat das große Rätselraten begonnen, was Apple mit dem Kopfhörer-Hersteller und Musik-Streaming-Anbieter eigentlich genau anfangen will. Geht es um Audio-Equipment oder den Streaming-Dienst? Beides ist m. E. unwahrscheinlich. Ich habe den Verdacht, dass Apple ganz andere Überlegungen anstellt und es um die iWatch – oder wie auch immer Apples Smartwatch heißen wird – geht.

Über die Audio-Qualität der Beats-Produkte lässt sich streiten (oder auch nicht), aber eines muss man dem Gespann Dr. Dre und Jimmy Iovine zugestehen: Sie verstehen etwas von Marketing. Die Kopfhörer sind Fashion-Artikel, wie man zum Beispiel in einer hübschen Zusammenstellung von The Verge sehen kann. Die Beats-Kopfhörer findet man in den USA im Handel da, wo Apple nicht unbedingt präsent ist. Neben den Beats-Kopfhörern wird man dann vielleicht Apples Smartwatch finden. Denn das ist nach jetzigem Stand die Crux bei den ganzen Smartwatches: Sie sind in der Öffentlichkeit kaum sichtbar, richten sich bisher fast ausschließlich an Nerds und Geeks. Die hohe Investition von Apple könnte darauf hinweisen, dass Tim Cook an die Smartwatch glaubt und sie in den Massenmarkt drücken will. Das funktioniert lediglich mit einer Massenfertigung, um einen akzeptablen Verkaufspreis zu erzielen. Einerseits. Andererseits scheint Apple, wenn man den bisherigen Gerüchten glaubt, den Modeaspekt in den Vordergrund zu stellen: Auf diesem Gebiet können die bisherigen Smartwatch-Modelle anderer Hersteller bedingt oder gar nicht überzeugen. Und sollte die iWatch neben Beats-Kopfhörern liegen, relativiert das einen eventuell hohen Anfangspreis.

Nachdem sich der erste Schock über die Übernahme gelegt hat, dürfte die Sicht freier sein: Wenn es um die iWatch geht, ergibt der Deal plötzlich eher einen Sinn. Warten wir also ab, was da kommt.

[Udate] Kurz nachdem ich meinen Kommentar veröffentlicht habe, stellt The Verge die gleichen Überlegungen an wie ich. Der Schlüssel zur Beats-Übernahme könnte die Apple-Smartwatch sein.
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Morgen: Neues Thunderbolt-Display von/für Apple

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Bild: LG



Während heute Spekulationen die Runde machen, dass Apple morgen ein Update des MacBook Airs veröffentlichen wird und später ein MacBook Air mit einem 12-Zoll-Retina-Display, steht für morgen vielleicht etwas ganz anderes (zusätzlich) an: Das neue Apple Thunderbolt Display mit 34-Zoll-Bildschirm im 21:9-Format, mit 3440 x 1440 Pixeln. Dazu gesellen sich zwei Thunderbolt-2-Anschlüsse, USB-3.0-Ein- und Ausgang, zwei weitere USB-2.0-Ports, DisplayPort etc. Das Panel kommt von LG und der Monitor soll ab morgen zu haben sein, wenn man etlichen Händler-Angaben von geizhals.de glaubt. Preispunkt: Knapp 1000 Euro.

OK, der Monitor, den ich meine, ist von LG und nicht von Apple. Ich bin aber davon überzeugt, dass der schon seit längerem angekündigte LG UltraWide 34UM95-P die Grundlage für das nächste Apple-Display ist. Auch wenn Apples Version 200 Euro teurer sein dürfte, bewegte er sich damit noch im Rahmen – anders als beispielsweise das 4K-Display von Sharp, das Apple für stolze 4000 Euro im Shop anbietet.

Was noch dafür spricht, dass der LG die Grundlage für das nächste und vielleicht schon morgen erhältliche Apple-Monitor-Update sein wird: In Cupertino arbeitet man offensichtlich fieberhaft an OS X 10.9.3, das eine verbesserte Unterstützung von 4K-Monitore bringt. Der LG ist zwar streng genommen kein 4K-Monitor, bietet aber trotzdem in der Horizontalen eine enorme Auflösung. Zudem hat es Apple erst letzte Woche auch Normal-Anwendern ermöglicht, die Beta-Version des neuen Systems zu „testen“. Es ist gut möglich, dass das Software-Update etwas zu spät kommt und Apple Käufern des Displays mit der Beta-Version eine Möglichkeit bieten wird, den Monitor trotzdem gutl nutzen zu können.

Wir werden es sehen. Ich bin auf das LG-Modell jedenfalls mächtig gespannt. Es ersetzt durch seine Auflösung ein Zwei-Monitor-System und bietet erstmals bei einem Display im 21:9-Format eine sehr gute und praxisgerechte vertikale Auflösung.
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Apple, DRM und die schöne neue Musikwelt



Der Schritt war schon seit einiger Zeit angekündigt worden, ein Tag Ende Mai sollte als DRM-Free-Day in die Geschichte eingehen. Heute, am 30.5.2007, ist es so weit. Apple und EMI bieten im iTunes-Store Songs an, die nicht mehr mit DRM (Digital Rights Management) den Kunden gängeln. Zusätzlich hat Apple die Qualität deutlich erhöht – sie dürfte nur noch von Musikesoterikern von CD unterscheidbar sein. Das alles hat einen Aufpreis: statt 99 Cent zahlt man nun 1,29 Euro pro Song, die Albenpreise bleiben wie bisher.
Bisherige Käufer können zum Differenzpreis updaten, bei Alben verlangt Apple einen Aufschlag von 30 Prozent des aktuellen Preises, für Musikvideos generell 60 Cent.

Ändert sich damit die Musikindustrie? Kaum. Die dramatischere Entwicklung dürfte Apple selbst betreffen, denn die iPod-Konkurrenten können neben MP3 oft auch AAC abspielen – lediglich durch das DRM wurden die Musikstücke an den iPod gebunden. Das ist zumindest ein bisschen vorbei, womit sich auch einige anhängige Klagen gegen Apple in Luft auflösen sollten; selbst wenn keine anderen Musikkonzerne EMI folgen sollten, Apple hätte den Beweis erbracht, dass sie unschuldig sind, wenn der iStore-Kunde keine freie MP3-Playerauswahl hat. Das dürfte auch der Hintergrund sein, warum Jobs so vehement gegen DRM wetterte. Denn eine vollständige Öffnung der iTunes-Musik für alle Player würde dem iPod ganz sicher Marktanteile kosten. So bleibt ein Kompromiss; der iTunes-Kunde wird auch weiter zum iPod greifen müssen, wenn er seine gesamte gekaufte Musikbibliothek unterwegs hören möchte.

Aber bei allen taktischen und strategischen Überlegungen: es hat sich in der Welt der Musikindustrie heute einiges zu Gunsten des Konsumenten bewegt. Und das ist selten genug.
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Neues Jahr, neues Apfelglück?



Das neue Jahr möchte ich in diesem Blog mit einem für mich etwas ungewohnten Thema starten.

Es hat gedauert.
Die Gerüchte um einen Video-iPod, der nur aus einem Touchscreen besteht, sowie einem Apple iPhone machten im WWW schon so lange die Runde, dass viele nicht mehr daran glauben wollten.
Noch mehr Text
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