NetzLeben

Die Großartigkeit der Google-Bildersuche

googlefrax2

Mit der Google-Bildersuche kann man nach „optisch ähnlichen Bildern“ suchen lassen. Die Ergebnisse können wunderschön und überraschend sein, je nach Ausgangsmaterial. Ich hatte das mit dem
Fraktal aus dem letzten Beitrag versucht, das Ergebnis ist oben zu sehen (oder direkt auf Google).
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Kommentare und Funktion [Update 5]

Sodele – im Zuge der Umgestaltung habe ich auch das Kommentarsystem geändert. Damit verschwinden alle bisherigen Kommentare, verloren sind sie aber nicht. [Update: Mit der alten Webseite sind sie nun doch verloren gegangen.] Ein paar Hintergründe folgen nach dem Klick. Noch mehr Text
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Frisch und frei: Neues Blog-Design

Da fehlt doch etwas – nein, es ist (fast) alles da. Aber anders. Nach fast genau vier Jahren ist es Zeit für einen Neuanstrich gewesen, zudem ist meine Domain auf einen frischen Server bei Huynh umgezogen. Was hat sich nun geändert? Noch mehr Text
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Advent Advent

Wer sich vielleicht gefragt hat, was ich in der letzten Zeit - außer der Redaktionsarbeit für macnews.de - gemacht habe, kann nun das Ergebnis im App Store herunterladen: Advent Advent ist ein literarischer Kunst-Adventskalender für das iPhone und den iPod touch. Die Schriftstellerin und Künstlerin Corinna Luedtke (Die Nächte mit Paul oder der Tag ist anderswo) hat die Bilder gezeichnet und gemalt, von mir stammen die Texte. Viel bisher unveröffentlichtes Material ist dabei, vor allem Gedichte, aber auch drei Adventsgeschichten: Eine ist in einer Berliner Stadtteilzeitung erschienen, eine andere als Kolumne in der Zeitschrift MacLife.

Und wie es zum Fest der Liebe und Geschenke sein sollte: Die Applikation ist kostenlos über iTunes zu haben. Ein riesiges Dankeschön geht auch an Rafael Bugajewski, der die Programmierung übernommen hat, und an Martina Szymanski, die das wunderbare Advents-Icon und -Bild geschaffen hat.

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Sandrakete und Wieland

Radioheads Aktion, ihre neue CD online zu stellen und es dem Nutzer zu überlassen, ob und wie viel er dafür bezahlen will, hat einiges Aufsehen erregt. Aufsehen, das andere Bands gut brauchen könnten, die schon seit Jahren ihre Alben im Netz verschenken. Wie z. B. die sympathische, dönerbudenerfahrene Bochumer Gruppe „Sandrakete“, deren komplette Discografie Lauschenden zur Verfügung gestellt wird. Mein Tipp ist das Album „s-bahn menschen".

Ein anderes kostenloses Angebot: Die Arno-Schmidt-Refernzbibliothek, welche einige Bücher des perlentauchenden Schriftstellers als kostenlose PDFs zum Download anbietet. Gemäß des Alters der Ausgaben sollte man sich allerdings in den meisten Fällen mit Fraktur anfreunden können.

Unter anderem findet man dort die Werke Christoph Martin Wielands, die in gebundener Ausgabe ein Vermögen kosten oder gar nicht mehr erhältlich sind. Eine wunderbare Idee, ein echter Schatz, der zum Stöbern einlädt.
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Suchbegriff des Monats Juni/Juli

Leider werden mir nur die „ersten“ 20 Suchbegriffe aufgelistet. Einige besonders skurrile sind mir dadurch „entschlüpft“, aber übrig geblieben sind:

Hornbrille
Nackte schlafende Frauen

und

Der rätselhafte Hund.

Letzterer ist mir tatsächlich ein Rätsel. Die meisten Menschen verirren sich übrigens, und das seit Monaten, über das Apple iPhone auf diese Seiten, gefolgt von Little Nemo in Slumberland. Immerhin.


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Japaner in Nudelsuppe



Das hohe Lied der Nudelsuppe sang einst der großartige Film Tampopo (auf dessen hiesige DVD-Veröffentlichung ich immer noch warte).

Wie weit die Lust auf Nudelsuppe gehen kann berichtet SpOn heute: Japaner planschen in Nudelsuppe
In einem Erlebnisbad darf man sich in eine Nudelsuppenschüssel tauchen – die statt mit Brühe aber lediglich mit warmen Wasser und nudelförmigen Badesalz gefüllt ist.

Von mir gibt es natürlich einen herzlichen Gruß. Es ist schön, wie konsequent dort Ideen umgesetzt werden, die bei uns lediglich heftiges Kopfschütteln auslösen würden. Oder verfügt ein hiesiges Erlebnisbad schon über das Modell „Erbsensuppe mit Frankfurter Würstchen“?
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Riesenmaschine löscht Bachmann

Vorweg: Der Grimmepreisträger Riesenmaschine gehört zu den besten Blogs, die man im deutschsprachigen Teil des Netzes finden kann. Aufsehen erregte die betreibende ZIA (Zentrale Intelligenz Agentur) aber vor allem durch Kathrin Passig, die sich 2006 sowohl den Bachmann- wie auch den Publikumspreis schnappte, was unter anderem zu einer Diskussion über die Authentizität von Schriftstellern vs. intelligente, zielgerichtete Produktion von Texten führte. Ein Streit, der in Klagenfurt dieses Jahr vor allem von Karl Corino weitergeführt wurde, der die reale Erlebniswelt als ästhetisches Argument anführte (und mit diesem Konzept der Präpostmoderne kläglich scheitern musste).

Auch dieses Jahr war die ZIA in Klagenfurt, hauptsächlich als Beobachter. Die propagierte Unterwanderung des Betriebes wurde den „kumpelhaften Autoren“ Jochen Schmidt und Martin Becker überlassen, die aber beide preislos blieben (was im Fall Jochen Schmidts tatsächlich nicht ganz fair war).

Am Sonntag um 21.00 Uhr erschien dann ein Blogeintrag in der Riesenmaschine, der die Preisträger so beschrieb:
„Die Sieger sind 3 blasse, zitternde Nervenbündel und ein Scherzkeks."

Aus dem ganzen Artikel sprach Enttäuschung. „Sprach“ deshalb, weil die Riesenmaschine den Eintrag einen Tag später löschte. Ganz und gar. Ein etwas fader Nachgeschmack bleibt bei der ganzen Aktion. Dank Google Cache ließ sich der Stein im Zahnradgetriebe aber doch noch für einige Zeit nachlesen.

[Update]

Nun dürften, endlich, (fast) alle digitalen Spuren getilgt sein. Der fade Nachgeschmack bleibt.
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Leserunde beim Literaturreport



Eine Leserunde zu „Mein Leben mit Mitsu“ hat gestern auf der Seite des Literaturreports begonnen, an der sich auch die Autorin Corinna Luedtke beteiligt. Erstes Fazit nach einem Tag: Ich bin hin und weg.

Ein riesiges Dankeschön an alle, die sich an der Leserunde beteiligen!

Nachlesen (zum mitlesen ist es auch noch nicht zu spät) kann man alles hier.
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Bachmannpreis im Netz

Blogger bloggen mit. An einigen Stellen im Netz kann man den Bachmann-Preis nachlesen und nachvollziehen – sehr viel besser als hier, da ich mich nur auf kurze Kommentare beschränkt habe. Es gibt von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Wissenswerkstatt
Kompetent und einfühlsam. Eine großartige Zusammenfassung. Inzwischen weiß ich auch, warum, hier schreibt ein Profi: Marc Scheloske (der nebenbei den ersten und einzigen Kommentar auf Nudelsuppes Welt verfasste). Lesenswert ist auch sein Artikel für den Focus, Szenen aus dem literarischen Soziotop.

Die Autorin Hella Streicher ist eine treue Klagenfurtbeobachterin, die eine Art Hass-Liebe mit dem Bewerb verbindet. Die hitzige Diskussion um den Vortrag von Björn Kern ist ebenfalls lesenswert (mir fehlen ein wenig die Diskussionen; vor allem in den Autorenforum wird erstaunlich wenig Klagenfurt diskutiert).

HWeblog
Mitgeschnitten hat Hella Streicher auch diesen hörenswerten Radiobeitrag als MP3: Corino vs. Radisch
Ein Gespräch mit Iris Radisch, Karl Corino, Klaus Nüchtern und Ilma Rakusa.
Neben dem Streit über die Diskussionsverweigerung von Corino und März bezeichnet sich Frau Radisch als Bachmannpreis Auslaufmodell.

Westropolis von Juliette Guttmann ist übersichtlich strukturiert und bildet den ganzen Wahlvorgang vorbildlich ab. Auch sie ist erstaunt, dass Jochen Schmidt leer ausging.

Eben so genau, sogar inkl. Kleidungsvorhersagen, ist der MezzoSopran.
Die Vorhersage, dass Licht einen Preis gewinnt, aber nicht den Bachmannpreis, stimmte, ebenso wie Böttcher für den Willner-Preis (da saß bei mir Jochen Schmidt).

Entsetzt war Andrea Diener, dass Michael Stavaric in der (mit 8 Autoren tatsächlich kurzen) Shortlist auftauchte. Dazu das pistaziengrüne Hemd. Lutz Seiler mag sie nicht, je nun, und Stangl scheint sowieso niemand außer mir in der Blogszene zu schätzen.
Locker und schön geschrieben, außerdem hat die Seite hübsche Bilder.

Lotrees hatte leider keine Zeit, verweist aber auf andere Blogs – und netterweise auch auf mich. Ein herzliches Dankeschön dafür!

Auch ein herzliches Dankeschön an Markus Kolbeck, dessen Seiten ich vorher nicht kannte – werde ich jetzt nachholen. In seinem Leipziger Bücherlei findet man eine hervorragende Linksammlung, hier einen kurzen Bericht zu Jochen Schmidts Vortrag (mit Nudelsuppenzitat).

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Lovebits zu gewinnen

Es wird wieder mal Zeit für ein kleines Gewinnspiel – mit einem kleinen Rätsel:

Ein Vogel ruft um Mitternacht
Halb Acht, Halb Acht.
Verschoben wars, es wurde
Acht Halb, zum Schluss ein Alb.

Gebe dir eine Schüssel mit REIS
einen OBER dazu
als GAST
einen GREIS


Welcher Vogel war es?

Wer als erstes in den Kommentaren die Lösung mit richtigem Lösungsweg aufdeckt, gewinnt ein nagelneues Lovebits-Hörbuch.

[Update]
Das Rätsel scheint schwieriger zu knacken zu sein, als ich dachte, deshalb ein kleiner Tipp: Die Lösung liegt in den vier groß geschriebenen Wörtern, und es ist tatsächlich eine Vogelart. Übrigens zählt nur die Lösung, die in den Kommentaren veröffentlicht wird, bitte keine als Mail schicken!

[Update 2]
Die Lösung wurde gefunden – gestern Nacht von JASS, inkl. richtigem Lösungsweg.

Der Schlüssel liegt in den Wörtern in Großbuchstaben; Halb Acht bzw. Acht Halb = vier; die Lösung hat also vier Buchstaben.

1. Schritt
Aus Halb Acht wurde Acht Halb; also die Reihenfolge der Wörter umkehren:

REIS
OBER
GAST
GREIS

wird zu

GREIS
GAST
OBER
REIS

2. Schritt
Aus Halb wurde Alb, also den ersten Buchstaben streichen:

GREIS = REIS
GAST = AST
OBER = BER
REIS = EIS

3. Schritt
Von oben nach unten lesen :-)

R eis
A st
B er
E is

Die Lösung ist also RABE.

Herzlichen Glückwunsch, JASS!
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Suchbegriff des Monats

Die Wege des Internets sind unergründlich.

Immer wieder erstaunen mich die Suchbegriffe, über welche diese hier Webseite gefunden wird. Das „Fundstück des Monats“ wird an dieser Stelle nun regelmäßig niedergeschrieben und für die Nachwelt festgehalten; mit einer großen Entschuldigung, denn das Objekt der gesuchten Begierde wurde hier garantiert nicht gefunden. Außer vielleicht im Februar: „Manuskript Katastrophe“ (siehe auch hier). Ganz so negativ geht es zum Glück nicht weiter:

Highlight im Mai: „weil ich gabeln sehen möchte“
Highlight im April: „Pornodarstellerin aus Essen Sekretärin“

Erstaunlich.
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Gemeinheiten der Google-Suche

Ab und zu wird meine Seite über Google gefunden. Während einige Suchbegriffe erstaunlich, kurios oder anderweitig wenig mit dieser Seite zu tun haben, gab es letztlich eine – kleine – Gemeinheit. Der Suchbegriff hieß: „Manuskript Katastrophe“.
Oh je. Entweder war jemand verzweifelt und empfand das eigene Manuskript als Katastrophe – oder suchte zur Belustigung ein katastrophales Manuskript. Auch dieses Geheimnis wird wahrscheinlich nie aufgeklärt werden. Aber es erinnert mich daran, dass man nie leichtfertig mit Begriffen umgehen sollte. Ein unbedacht getipptes „Sex“ könnte sonst zu frustrierten Besuchern führen, und das wäre gar nicht im Sinne des Autors.
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katharina borchert nackt

Heute habe ich entdeckt, dass in der Seitenstatistik für diese Domain auch Suchanfragen von Google & co. gelistet werden (jaja, ich habe mich dafür bisher nicht wirklich interessiert).

Neben unverfänglichen Begriffen wie „Mitternachtssonne“, „Literaturwettbewerbe“ und „Synonym für gepflastert" tauchte auch obiger Suchbegriff auf. Nun gut, den Wunsch, die attraktive und mördererfolgreiche Bloggerkollegin im Evakostüm zu sehen, kann ich ja irgendwo nachvollziehen, zumindest eher als eine „ Frau Hermann nackt“. Obwohl, auch dafür gibt es sicher sexuell unterversorgte Hormonschleudern mit nervösen Klickfingern, die das Eva-Prinzip falsch verstanden haben.

Aber was mich dann richtig erstaunt hat ist das Ranking bei Google: 3. Platz. Nicht, dass ich mich sonderlich dafür interessierte, aber gefreut hat es mich doch. Klammheimlich.


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Das Autoren-Trinkspiel (Mitsu zu gewinnen)

Gibt es eigentlich eine passende deutsche Entsprechung zum Wörtchen „hilarious"? Die Übersetzungen bei Leo sind m. E. alle knapp oder weit daneben.
Wie auch immer, dieser Fred ist hilarious. Es geht um die Eigenheiten mancher Autoren, und daraus wurde das „Drinking Game“ geboren, bei dem für jede typische „Macke“ ein Getränk fällig ist. Bei Harry Potter natürlich nur antialkoholische.

Ein besonders schönes Beispiel:

The Haruki Murakami drinking game
(note: I. Love. Murakami.)

- Protagonist/protagonist's friend/sister/co-worker/grandmother goes to see a prostitute - 1 sip
- Protagonist has a beer - 1 sip
- Protagonist listens to classical music - 1 drink
- Protagonist muses on women's ears - 2 drinks
- Someone has pasta for lunch - 2 drinks
- A powerful right-wing figure does something bad - 2 drinks
- Sheep-Man appears - celebrate with a drink of Cutty Sark!
- Someone's hair changes colour - drink everything in sight to avoid the heebie-jeebies, because Haruki Murakami can be a really frightening writer sometimes!

Ich frage mich jetzt natürlich, wie das bei mir aussehen würde?
Ein schönes Thema für ein Gewinnspiel: für den besten Vorschlag gibt es ein signiertes Exemplar von „Mein Leben mit Mitsu“ frei Haus! Die Jury wird rein subjektiv entscheiden, ich habe ein Vetorecht, und Juristen und/oder Rechtsansprüche müssen draußen bleiben.
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Ins Netz gegangen

Wer bisher recht abschätzig das Phänomen „bloggen“ belächelt hat, wird spätestens jetzt mit einem gefrierenden Grinsen leben müssen.

Kurz nachdem eine der Bloggerinen der Riesenmaschine, Kathrin Passig, Bachmann- und Publikumspreis abräumte, wurde Katharina Borchert (Lyssas Lounge) als stellvertretende Chefredakteurin von der WAZ berufen, um das allgemein anerkannt verstaubte Webangebot zu erfrischen. Die Zauberformel heißt Web 2.0, womit sich die Next Economy zunehmend schmückt. Soziale Plattformen boomen, sogar die SingleBusiness-Plattform openBC leistet sich ein Blog, in dem locker alle Themen beplaudert werden, die aber auch so gar niemanden interessieren.

Blogs sind angekommen, diese Mischung aus privater Selbstdarstellung, Journalismus und kontinuierlicher Abarbeit von Zukunfts- und sonstigen Themen. Die Blogosphäre löst das ein, was das Cluetrain-Manifest ursprünglich der New Economy mit auf den Weg geben wollte: Eine Fokussierung auf den Menschen, als moralische und zentrale Instanz, die sich von den geschlossenen, einseitig kommunizierenden Unternehmensphilosophien radikal unterscheidet. Die New Economy hat im Venture Capital Rausch diese Chance nicht wahrnehmen können, die Next Economy versucht es wenigstens.

Aber die Frage muss diskutiert werden und könnte entscheidend sein: wie verändert sich das Bloggen, das bisher eher Untergrund war, durch die Übernahme der Medien? Passig und der ZIA ist es gelungen, das Spiel umzudrehen. Sie wurde nicht vom Literaturbetrieb vereinnahmt (obwohl es versucht wurde), sondern das Gesamtkunstwerk aus Text, Video und Präsentation sprengte den sich selbst feiernden Betrieb. Die Gegenreaktion der Juroren, die das wohl witterten und die weiteren Preise an altgediente Literaten verteilten, spielte keine Rolle mehr und wurde eher kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen.

Die schwierigere Aufgabe hat Katharina Borchert. Sie muss ein Geschäftsmodell für das Bloggen erfinden – ohne das anarchische Moment der Blogs in eine rein durchkommerzialisierte Form zu gießen. Sie wird es meiner Meinung nach schaffen, bzw. ist sie die richtige Menschin an der richtigen Stelle. Aber beneiden – kann man sie nicht.

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