Andreas Altmann

Leserunde mit Andreas Altmann

Zu Andreas Altmann habe ich hier auf dieser Seite schon einiges geschrieben. Im Forum der Büchereulen findet demnächst eine Leserunde mit dem Autor statt, die ich jedem lebendigen Erwachsenen ans pulsierende Herz legen möchte.

Gelesen und diskutiert wird „Getrieben“, das ich nach dem Interview mit ihm geschickt bekommen hatte, mit dem Hinweis, dass dieses Buch erst ab 30 geeignet sei. Ich erinnere mich noch genau - ich befreite das Buch aus der Verpackung, und begann sofort zu lesen. Ich lief die nächsten Stunden lesend durch die Wohnung, ging mit dem Buch ins Bett, lebte mit dem Buch, wie man mit einem Buch überhaupt nur leben kann.

„Getrieben“ ist fast wie eine Lebensbeichte. Ob es um die große Liebe, Impotenz, eine zu rettende Katze, die pflegliche Behandlung von Büchern und ihr teilweise illegaler Erwerb geht - viele kleine Geschichten fügen sich zusammen, man wird durch die Sprache, die teilweise an Henry Miller in seinen besten Zeiten erinnert, fort- und mitgerissen, leidet, lacht, erschrickt mit. Mit Henry Miller teilt Andreas Altmann auch ein tiefes, warmes Verständnis dafür, was Leben tatsächlich bedeutet: sich ganz hineinzubegeben, Risiken einzugehen, zu tricksen, sich zu verlieben, sich aber dabei immer treu zu bleiben.

Ein großes Buch, das viel zu schnell verschlungen ist. Ein Buch, das es schafft, die Welt zu entkleiden, damit man erkennt, wie schön sie nackt ist.

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Auf nach Afrika (Schreibwettbewerb)

Ein ganz besonderer Schreibwettbewerb ist seit heute auf der Webseite von Andreas Altmann zu finden. Zu gewinnen sind ein Reportage-Workshop sowie eine dreiwöchige Afrikareise. Andreas Altmann begleitet nicht nur auf dem Weg in ein vielleicht neues Schreibleben, sondern sitzt auch in der Jury. Nicht nur deshalb weise ich gern auf das Interview weiter unten mit ihm hin.

Tchibo Privat Kaffee schreibt zusammen mit dem Verlag Frederking & Thaler und der Zeitschrift Maxi ab dem 7.9.2006 einen Literaturwettbewerb unter dem Motto „Unterwegs in Afrika“ aus. Jeder (ab 18) kann teilnehmen und hat bis Ende Oktober 2006 Zeit, eine Geschichte unter dem Leitmotiv „So fern, so nah“ einzureichen. Die drei besten Storys werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt und die Schreiber zu einem dreitägigen Reportage-Workshop auf die Insel Sansibar eingeladen. Und anschließend zu einer dreiwöchigen Fahrt durch Afrika. Die originellste Reportage über diese Reise wird wiederum von der Jury bestimmt und in Maxi veröffentlicht.
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Reise in das Herz der Geschichten

Andreas Altmann ist anders. Da ist ein Mensch, der reist mit seinem Mac durch die ganze Wirklichkeit, um für uns Geschichten und Erlebnisse zu sammeln. Nicht um uns wie Scheherazade, der berühmte Erzählerin der 1001 Nächte, an einem Ort festzuhalten, sondern den Leser in die Welt zu locken. Den ersten Schritt zu machen in das Abenteuer Leben. Er nimmt den Zug durch Indien, besucht heilige und verruchte Orte, sammelt Geschichten und kehrt mit zahllosen Fragmenten zurück: Texte, Erinnerungen, Gespräche, Notizen. Material, aus denen er seine Bücher webt. Wie zum Beispiel die Reise zu Fuß von Paris nach Berlin, ohne Geld.
Andreas Altmann ist jemand, der sich aufmacht um seine Geschichten zu erleben.
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