Buch

Ausnahmezustand Literatur



Am Anfang steht der Versuch, die Begriffe „Autor“ und „Schriftsteller“ zu unterscheiden – der Autor bedient den Markt und/oder die Anforderung eines Auftraggebers. Im Schriftsteller schreibt „es“. Die Grenzen sind allerdings weniger klar zu ziehen, als diese Definition suggerieren mag. Der Wunsch nach Anerkennung und Wahrnehmung sowie die simple Notwendigkeit, zu überleben, ist beiden „Gruppen“ inne. Das Ergebnis lässt sich jedoch schärfer trennen. Noch mehr Text
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Geschenke zum Welltag des Buches

Heute feiert die UNESCO den Welttag des Buches und viele feiern mit. Der Verlag Motu One ebenfalls, deshalb gibt es ab heute bis zum 3. Mai 2010 die E-Books Mein Leben mit Mitsu sowie Die Nächte mit Paul oder der Tag ist anderswo von Corinna Luedtke kostenlos.

Damit lässt sich auch prima die Wartezeit überbrücken, bis der Flügelschlag bei Twitter abhebt ...
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Mitsu wieder bei Amazon

Erst war sie weg, nun ist sie wieder da. „Mein Leben mit Mitsu“ lässt sich über den Amazon-Marketplace wieder erwerben. Die bisherigen Rezensionen sind komplett, dafür fehlen einige andere Angaben. So führt zum Beispiel eine Suche nach dem Autor derzeit noch ins Leere, Buchbeschreibung, Seitenzahl und der Verkaufsrang fehlen ebenfalls.
Aber das sind Nebensächlichkeiten gegen die Freude darüber, dass „Mitsu“ wieder aufgetaucht ist!




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Haruki Murakami – Blinde Weide, schlafende Frau

Ein neues Buch von Haruki Murakami?

Fast. „Blinde Weide, schlafende Frau“ ist eine kunterbunte Sammlung aus alten und neuen Erzählungen. 24 Stück sind es, die sich auf 400 lesefreundlichen Seiten verteilen. Die Covergestaltung ist, wie bei Dumont gewohnt, ansprechend, ein (wie ich finde bei Kurzgeschichten überflüssiges) Lesebändchen rundet die Ausstattung ab.
Zwei der Geschichten sind schon zuvor auf Deutsch erschienen: „Birthday Girl“ und „Tony Takitani“.

Bei den alten Geschichten merkt man, warum sie bisher nicht den Weg zwischen zwei Buchdeckeln gefunden haben. Sie gehören zu den schwächeren Texten Murakamis (was sie trotzdem immer noch lesenswert macht). Mein Interesse konzentrierte sich dann auch schnell auf die letzten fünf Erzählungen, die in Japan als eigenständiges Buch mit dem Titel „Fünf seltsame Geschichten aus Tokyo“ erschienen sind. Sie knüpfen erzählerisch fast nahtlos an „Nach dem Beben“ an. Stilistisch hat sich Murakami weiter entwickelt. Seine Sprache wirkt distanzierter, geklärter, der Fokus ist genauer auf die Geschichte gelegt. Gleichzeitig verschwindet aber etwas, die Murakami-Magie entfaltet sich nur selten – vor allem in „Der Zufallsreisende“ und dem hinreissenden „Der Affe von Shinagawa“.

Insgesamt bleibt ein zwiespältiger Eindruck, ähnlich wie in der letzten Erzählung „Afterdark“, die vom Verlag etwas großspurig als Roman angeboten wird.

Für Leserinnen, die alles von Murakami verschlingen, ist „Blinde Weide, schlafende Frauen“ trotzdem eine Empfehlung wert, gerade wegen der letzten Erzählungen, die den Kosmos des Autors sanft erweitern.
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Der Bär auf meinem Bauch



Es ist rosa, hat ca. 150 Seiten, und ist das erste Buch der Autorin Silke Porath (Gottes Weber), das nun in der zweiten Auflage vorliegt.
Erzählt wird die Geschichte von Stefanie, die in einer Patchworkfamilie aufwächst: im Präsenz, in Ich-Form, aus „Kindersicht“. Das sind drei Sünden auf einmal, und der Beweis dafür, dass (Schreib)Regeln dazu da sind, gebrochen zu werden. „Der Bär auf meinem Bauch“ ist, heute selten genug, kein Genreroman, auch keine Hochliteratur, sondern etwas ganz Eigenes.

Genau so wie die Familie im Buch „zusammengewürfelt“ ist, so fügt sich auch die Geschichte aus kleinen Absätzen und Erzählungen zusammen. Stefanie möchte später schreiben, sie sammelt hierfür Worte, notiert sie, überlegt, wie viel jedes Wort wohl wert wäre, und „ob man für große Dinge größere Beträge“ kassiert. Der Brockhaus ist dabei unverzichtbar.

Und so folgt man kleinen Episoden, dem Alltag, kleinen Beobachtungen und manchem wunderbaren Satz. Ein Buch zum gern haben und behalten.

Erhältlich ist „Der Bär auf meinem Bauch“ im Gipfelbuch-Verlag.

Sechs Fragen an Silke Porath sind hier zu finden.
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Amazon-Ranking entschlüsselt

Schön wärs. Wenn jemand weiß, wie das Ganze funktioniert – bitte melden und alle ratlosen Autoren erlösen (die Frage taucht in diversen Foren immer wieder auf).

Einiges ist ja bekannt: Der Rang ist relativ zu den Verkaufszahlen, und beinhaltet irgendeinen esoterischen Code, der die Verkaufsentwicklung mit einberechnet. Amazon selbst gibt auch eine unterschiedliche Aktualisierung des Ranges an: je besser der Rang, umso öfter wird neu berechnet. Aber wie wenig zuverlässig und absehbar das abläuft sieht man gerade an meinem Buch „Mein Leben mit Mitsu“, das in den letzten Tagen teilweise auf unter 8.000 hüpfte, um dann so ca. alle zwei Stunden wieder einige tausend Plätze abzurutschen.

Nicht, dass es unbedingt wichtig wäre – aber das Amazon-Ranking gehört definitiv zu den großen ungelösten Rätseln des Internets.
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